Mensch und Hund für Mensch mit Hürden: Therapiehundeausbildung

Privatunterricht Blog

Streicheln, trösten und unterhalten: So stellt sich die Mehrheit die Aufgabe eines Therapiehundes vor. Tatsächlich steckt hinter einer solchen Ausbildung sehr viel mehr. Beide arbeiten gemeinsam daraufhin, Menschen mit Beeinträchtigungen körperlicher oder psychischer Natur beizustehen und Therapieziele zu erreichen. Sie können Menschen aus ihrer Verkapselung holen und Demenzkranken Freude bereiten. Ein Hund fungiert als Türöffner für Seelen. Seine medizinische und therapeutische Wirkung wird immer wieder wissenschaftlich bestätigt. Doch was steckt eigentlich hinter der Ausbildung?  

Voraussetzungen 
Nicht jeder kann mit seinem Hund eine Ausbildung beginnen. Der Zweibeiner muss einen Hintergrund mit entweder einer medizinischem oder therapeutischen Ausbildung vorweisen. Mögliche Berufsbilder sind MTA, Tierarzthelferin, Ergotherapeutin, bis hin zum Arzt oder Psychologen. Durch die Berufserfahrung ist der professionelle Umgang mit Behinderten, Alten und Kranken gegeben. Der Mensch weiß außerdem um Chancen und Gefahren, das gibt dem Hund Sicherheit. Weiter sind sie routiniert darin, Schicksale anderer nicht zu nahe an sicher heran zu lassen. Als vierbeiniger Kollege ist es vor allem wichtig, Menschen zu mögen, zu lieben und sich darin zu sonnen, von ihnen angefasst zu werden. Außerdem sollten Umweltreize, Menschen mit anderem Gang, schreiende Menschen und auch Kinder sowie unbekannt aussehende, sich bewegende und stehende Objekte den felligen Partner kalt lassen. Die Rasse ist unwichtig, er sollte mindestens ein Jahr alt sein und selbstverständlich gesund (tierärztlich bestätigt), geimpft, entwurmt und versichert sein. Wichtig: Es gibt keine Therapiehundezucht! Nein, nein, nein! Die Elterntiere können Therapiehunde sein, aber das ist keine Garantie für den Nachwuchs. Hier kommt es auf den Charakter des einzelnen Welpen an. Darum muss jedes Tier vor der Ausbildung sowieso einen Eignungstest ablegen. 


Auf dem Lehrplan für angehende Therapieteams
In vielen Städten gibt es spezielle Ausbildungszentren für Therapiehundeteams. Auch öffentliche und kirchliche Institutionen bieten teilweise einen solchen Unterricht an. Mehrheitlich staffelt sich die gesamte Ausbildung in fünf Module. Abgeschlossen wird mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Der Ausbildungsinhalt reicht von der Verhaltenslehre des Hundes über Zoonosen bis hin zu Konzepten in der angewandten Therapie. Ein weiterer wichtiger Part ist der eigene Umgang mit dem geliebten Tier. Ob ein Team erfolgreich ist, hängt alleine von der Beziehung zwischen Mensch und Tier ab. In stressigen Situationen muss der Hund dem Menschen bedingungslos vertrauen. Am Ende stehen praktische Lehrstunden. Eine solche Ausbildung belastet das Konto zwischen 1500 und 2000 Euro.

Einmal Streichelhund - immer Streichelhund?
Alle zwei Jahre muss sich das Team einer Nachprüfung unterziehen. Der Grund liegt darin, dass Hunde ihr Verhalten nach negativen Erlebnissen dauerhaft verändern können. Es muss sichergestellt sein, dass das Tier weiterhin wesensfest ist und das nicht nur, um die Menschen zu schützen. Auch der Hund muss Freude an seiner Aufgabe zeigen, Angst wäre schädlich und im schlimmsten Falle tödlich. Ein Streichelhund ist also kein Prädikat für ein ganzes Hundeleben. Der Zweibeiner lernt in der Therapiehundeausbildung darum, wie er seinen Hund zwischen den Stunden und danach entspannen kann. Nur so kann das Nervenkostüm des Hundes unserer lauten und verrückten Menschenwelt standhalten. Und wir brauchen ihn, den besten Freund des Menschen!

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20 Juli 2017

Der beste Unterricht ist privater Unterricht

Hi, ich freue mich, euch auf meinem Blog willkommen heißen zu dürfen. Hier soll es um meine Erfahrungen rund ums Thema Privatunterricht gehen. Seit Jahren bin ich nebenberuflich als Nachhilfelehrerin tätig und habe mich auf Privatstunden spezialisiert, kenne aber auch die andere Seite. Zu Schulzeiten habe auch ich das Angebot des privaten Nachhilfeunterrichts immer wieder gerne in Anspruch genommen und z. B. mein Gitarrenspiel wurde im Einzelunterricht weit mehr gefördert als in der Gruppe. Ich habe also etwas zum Thema zu sagen und ich hoffe, dass ich euch den ein oder anderen guten Ratschlag und Tipp mit auf den Weg geben kann. Also gehen wir es an, viel Spaß beim Lesen.